13.02.2014

Umfassende Betreuung als Erfolgsgarant

Das Kommunale Jobcenter bietet mehr Leistungen

KREIS GROSS-GERAU - Seit dem 1. Januar des Jahres 2012 nimmt der Kreis Groß-Gerau als zugelassener Kommunaler Träger die Aufgaben der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II in eigener Zuständigkeit wahr. Der Kreis hat dazu das Kommunale Jobcenter, eine Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR), errichtet, das sowohl die Leistungsgewährung als auch die Arbeitsvermittlung von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten durchführt. Darüber hinaus hat das Jobcenter Möglichkeiten, jeden Leistungsberechtigten durch kommunale Eingliederungsleistungen nach §16a SGB II individuell zu unterstützen. Letztere sind als originäre kommunale Leistungen ein wichtiges Handlungsfeld für die kommunale Aufgabenwahrnehmung nach dem SGB II. Die Bereitstellung der kommunalen Eingliederungsleistung ist eine Pflichtaufgabe der Kommunen.

Diese bieten zur Verwirklichung einer ganzheitlichen und umfassenden Betreuung und Unterstützung bei der Eingliederung in Arbeit vielfältige Leistungen an. Dazu zählen u.a. die Betreuung minderjähriger oder behinderter Kinder oder die häusliche Pflege von Angehörigen, die Schuldnerberatung, die psychosoziale Betreuung und die Suchtberatung. Für den Erfolg der Wiedereingliederung von (langzeit-)arbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt sind kommunale Eingliederungsleistungen von sehr hoher Bedeutung. In vielen Fällen können berufliche Integrationen bzw. Fortschritte auf dem Weg dazu überhaupt erst durch die Bearbeitung von bestehenden Problemlagen (z.B. Schulden, Sucht, psychosoziale Probleme) gelingen. Gerade Langzeitarbeitslose haben dabei oft einen besonders großen Betreuungs- und Unterstützungsbedarf.

Das Kommunale Jobcenter Kreis Groß-Gerau fördert die betroffenen Menschen im Rahmen der kommunalen Eingliederungsleistungen mit einer Vielzahl von bedarfsgerechten Beratungsangeboten. Die Integrationsfachkräfte des Jobcenters stellen den Bedarf im Rahmen ihrer Integrations- und Hilfeplanung im Einzelfall fest und vereinbaren mit dem Betroffenen die notwendigen Unterstützungsangebote. Diese sind zwingend notwendig, um Menschen wieder dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu integrieren. „Fördern und fordern“ steht hierbei im Vordergrund: Wer mit Schulden in die Arbeitslosigkeit gerät, braucht dringend Tipps seitens der Schuldnerberatung. Wer langjährig mit einer Sucht zu kämpfen hat, wird auf Dauer auch eine psychosoziale Betreuung benötigen. All das kann das Jobcenter durch definierte Prozesse leisten, wobei einzelne Angebote durchaus auch kombiniert werden können.

Alle Angebote sind grundsätzlich auf den Abbau von psychosozialen Vermittlungshemmnissen ausgerichtet, sie verfolgen mittelbar das Ziel der beruflichen Eingliederung bzw. der flankierenden Unterstützung von anderen arbeitsmarktlichen Integrationsleistungen.

Dabei arbeitet das Jobcenter sehr eng mit den lokalen Beratungsstellen zusammen, regelmäßige Austauschtreffen gewährleisten die Qualität der erbrachten Leistungen. So individuell wie der Leistungsempfänger ist, so individuell zugeschnitten muss auch seine Betreuung erfolgen. Der weitgestreckte Handlungsspielraum, den das Jobcenter dabei besitzt, erweist sich in der Praxis von unschätzbarem Vorteil.