11.06.2012

Keinerlei Anlaufschwierigkeiten

Umzug des Jobcenters ging reibungslos vonstatten

Bereit für die ersten Beratungsgespräche: Sonja Hauf und Joachim Müller geben Walter Astheimer (v.r.n.l.) einen Einblick in die Computerprogramme, mit deren Hilfe im neuen Jobcenter in Trebur-Gernsheim Arbeitssuchende schnell und effektvoll betreut werden. Robert Hoffmann, Geschäftsführer des Jobcenters, ist stolz auf den schnellen und reibungslosen Umzug seiner Abteilung nach Trebur- Geinsheim

KREIS GROSS-GERAU – Am 29. und 30. Mai war großer Umzugstag, am 31. Mai konnten bereits die ersten Kunden empfangen werden, und seit 4. Juni läuft die Arbeit des Jobcenters Groß-Gerau im Gewerbepark in Trebur-Geinsheim auf Hochtouren. Telefon und EDV-Systeme funktionieren, und auch sonst muss nie- mand den Eindruck eines Provisoriums oder gar einer Baustelle haben. „Robert Hoffmann und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in kürzester Zeit Großartiges geleistet, um die umzugsbedingten Störungen für arbeitsuchende Hilfeempfänger so gering wie möglich zu gestalten“, so Erster Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent Walter Astheimer.

Er hat sich jetzt vor Ort ein persönliches Bild von den neuen Räumlichkeiten und ihrer Umgebung gemacht hat und ist des Lobes voll für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die große Herausforderungen bravourös gemeistert hätten.

Dabei erinnert er noch einmal an die Vorgeschichte der Verlagerung des Jobcenters in den Treburer Ortsteil. Im Februar habe die Bundesagentur für Arbeit kurzfristig die alten Räumlichkeiten in der Oppenheimer Straße in der Kreisstadt gekündigt, sodass man sich auf die Schnelle nach einer neuen Bleibe habe umschauen müssen. Die dann gefundenen Räume im Gewerbepark Trebur- Geinsheim, wo früher einmal Mitsubishi angesiedelt gewesen ist, und die seit geraumer Zeit leer standen, seien unter allen verfügbaren Angeboten die bestmögliche gewesen. „Wir wären natürlich lieber in der Kreisstadt geblieben, haben dort aber einfach nichts passendes gefunden“, so Geschäftsführer Hoffmann.

In Trebur habe man für die ca. 50 Beschäftigten des Jobcenters entsprechende Räumlichkeiten anmieten können, allesamt mit Tageslicht ausgestattet und hell, freundlich und funktional möbliert, sodass die Arbeitssuchenden eine positive Beratungsatmosphäre vorfinden. So habe jeder Vermittler ein eigenes Büro, welches den Schutz der Intimsphäre der Arbeitssuchenden gewährleiste – für Hoffmann ein wichtiger Aspekt, gerade wenn es beim Gespräch um persönliche Dinge geht.

Innerhalb des Gebäudes ist die Orientierung in den großzügig dimensionierten Fluren einfach: Am Eingang steht eine Orientierungstafel, und danach weisen Schilder den Weg zu den Vermittlungs- und Leistungsbereichen, zum Arbeitge- berservice, der Existenzgründungsberatung und zum Jobtreff des AVM. Leider haben man bis dato noch keinen barrierefreien Zugang schaffen können, werde dies aber in den nächsten Tagen nachbessern. „Die entsprechenden Rampen sind bereist in Auftrag gegeben, und bis dahin muss halt ein wenig improvisiert werden.“

Sorgen bereiten Hoffmann allerdings weiterhin die Erreichbarkeit des neuen Jobcenters, das für Groß-Gerau, Büttelborn, Nauheim und Trebur zuständig ist. Zwar hält die Buslinie 22 wenige Meter vor dem großen Eingangstor in der Hessenauer Straße, aber die Taktzeiten im LNVG-Fahrplan sind längst nicht so, wie er sich dies wünschte. Walter Astheimer versprach, mit den Zuständigen bei der LNVG Gespräche führen zu wollen. Außerdem regte er eine Kundenbefragung im Blick auf die Erreichbarkeit des Jobcenters an. Und auch sonst sei man dankbar für Hinweise, wie das Dienstleistungszentrum auf der grünen Wiese seine Arbeit noch weiter verbessern kann.

Dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen werktäglich von 8 bis 11.30 und dazu am Mittwoch von 14 bis 17.30 Uhr persönlich zur Verfügung und sind unter der Rufnummer 06147 501730 (Zentrale) auch telefonisch zu erreichen.

Nachdem der Fußweg von der Bushaltestelle in den letzten Tagen noch befestigt worden ist, sollen jetzt noch ein paar zusätzliche Hinweisschilder zum neuen Jobcenter aufgestellt werden. „Dort werden sie schnell und effektiv geholfen“, zitiert Walter Astheimer einen bekannten Werbeslogan – lässt aber keinen Zweifel daran, dass der Gewerbepark in Trebur nur eine vorübergehende Lösung sein soll. Der Mietvertrag ist zunächst auf 18 Monate befristet, und bis dahin soll eine neue, dann dauerhafte Bleibe in Groß-Gerau gefunden sein.