24.05.2018

Null Toleranz bei Gewalt

Jobcenter setzt auf Kultur gegenseitigen Respekts

Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer, Jobcenter-Vorstand Robert Hoffmann und Personalratsvorsitzender Joachim Müller (von links) präsentieren die Erklärung „Null Toleranz bei Gewalt“ des Kommunalen Jobcenters Kreis Groß-Gerau.

KREIS GROSS-GERAU – Der Ansicht, dass der alltägliche Umgangston zunehmend rauer und schroffer wird, wird sich mancher mit Bedauern oder auch Entsetzen anschließen. Besonders im Arbeitsalltag der Behörden trennen sich zuweilen die Vorstellungen davon, wo die Grenze zwischen einem nachdrücklich vorgebrachten Bürgeranliegen und inakzeptablen Arten des Übergriffs verläuft. Dabei ist das Thema durchaus ernst, denn in manchen Bereichen der öffentlichen Verwaltung wird, neben der Verursachung von Sachschäden, von einer steigenden Zahl an Beleidigungen, Bedrohungen oder gar tätlichen Angriffen gegen Verwaltungsangestellte berichtet.

Das Kommunale Jobcenter Kreis Groß-Gerau (KJC) hat die Brisanz dieses Themas aufgegriffen und bezieht an allen Standorten mit dem Aushang einer „Grundsatzerklärung gegen Gewalt“ deutlich Position zu der Frage, wie es mit Gewalt im eigenen Haus umgeht. „Zum Wohl und Schutz aller Personen dulden wir keinerlei Bedrohungen, körperliche Gewalt und Sachbeschädigungen. Auch verbale Belästigungen und Beleidigungen tolerieren wir nicht“, betont KJC-Vorstand Robert Hoffmann. Gemeinsam mit dem Personalratsvorsitzenden Joachim Müller führt er  aus, dass die Grundsatzerklärung lediglich die gut sichtbare Seite eines umfassenden Kommunikations- und Sicherheitskonzepts darstellt, dessen Kerngedanke darauf beruht, durch gegenseitigen Respekt die Eskalationsspirale von Aggression zu Gewalt erst gar nicht entstehen zu lassen.

„Ein gewaltfreier Umgang miteinander ist wesentlicher Bestandteil des ,common sense‘ unserer Gesellschaft“, fasst Walter Astheimer, Erster Kreisbeigeordneter des Kreises Groß-Gerau, zusammen. „Deshalb geht dieses Thema uns alle etwas an – und nimmt uns alle miteinander in die Pflicht.“

Das Jobcenter erklärt, alle geeigneten Maßnahmen zu ergreifen, um das Auftreten von Gewaltvorfällen und Gefährdungen aller anwesenden Personen in seinem Verantwortungsbereich zu vermeiden. Es trägt somit zu einem reibungslosen, friedlichen Ablauf im Behördenalltag im Interesse der Kundinnen und Kunden sowie der Beschäftigten bei.