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22.08.2017

Herausragende Bilanz für 2016

KREIS GROSS-GERAU – Der Erste Kreisbeigeordnete ist voll des Lobes: „Die Bilanz für 2016 kann sich wirklich sehen lassen. Der Kreis Groß-Gerau hat ein leistungsstarkes Kommunales Jobcenter (KJC) mit engagierten und motivierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die sich für die Menschen einsetzen und hervorragende Ergebnisse erzielen.“ Die Einschätzung von Walter Astheimer wird durch die Jahresergebnisse, die jetzt mit Vertretern des hessischen Ministeriums für Soziales und Integration besprochen wurden, für 2016 bestätigt. Das Jobcenter schließt jährlich eine Zielvereinbarung mit dem Ministerium ab.  

Für 2016 lautete zum Beispiel ein Zielwert, dass es absolut 3300 Integrationen in sozialversicherte Beschäftigung, voll qualifizierende Berufsausbildung oder selbstständige Erwerbstätigkeit gibt. Es wurden 3487 Integrationen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erzielt.  

Die absoluten Integrationen konnten bei allen Zielgruppen gesteigert werden, zum Beispiel bei Alleinerziehenden oder bei Menschen mit Schwerbehinderung. Besonders hervorzuheben ist die Steigerung bei der Integration von Langzeitleistungsbeziehenden. Dies sind Leistungsberechtigte, die in den jeweils vorangegangenen 24 Monaten mindestens 21 Monate hilfebedürftig waren. Im Dezember 2016 gab es 8785 Personen, die über diesen langen Zeitraum Leistungen bezogen. Zum Vergleich die Zahl von Dezember 2015: 8836. „Die Verringerung mag auf den ersten Blick gering erscheinen. Im Rhein-Main-Gebiet ist ein Abbau der Langzeitleistungsbezieher aber einmalig“, sagt Robert Hoffmann, Vorstand des Kommunalen Jobcenters.  

Erfreulich auch: Das Jobcenter erzielt eine hohe Quote der Nachhaltigkeit der Beschäftigungen. Das bedeutet, dass viele vermittelte Personen in dem jeweiligen Job bleiben und nicht nach kurzer Zeit wieder auf Hilfe angewiesen sind. Das KJC Kreis Groß-Gerau weist bei der Nachhaltigkeit von Integrationen einen Spitzenwert auf. Es belegt in seiner Vergleichsgruppe, zu der zum Beispiel die Jobcenter in Frankfurt am Main, Offenbach, Wiesbaden, Darmstadt und Leverkusen zählen, den ersten Rang. Insgesamt gehören der Gruppe zwölf Jobcenter an.   Auch die weiteren Vergleiche können sich sehen lassen: beim Bestand der Langzeitleistungsbezieher belegt das Kommunale Jobcenter des Kreises Groß-Gerau Rang zwei, bei deren Integration und auch bei der Integration Alleinerziehender Rang drei, insgesamt betrachtet Rang vier. Der positive Trend setzt sich im Jahr 2017 fort: In den ersten vier Monaten konnte das KJC die Zahl der Integrationen erneut steigern.  

Von dieser hervorragenden Integrationsarbeit sowie einer intensiven Beratung der Klienten über Leistungen, die außerhalb des SGB II in Anspruch genommen werden können, profitiert auch der Kreis Groß-Gerau, da dies Einsparungen auf kommunaler Seite bewirkt. Der Kreis trägt im Wesentlichen die Kosten der Unterkunft (Miete, Nebenkosten, Heizung) für die Haushalte, die Leistungen beziehen.  

Ein Wermutstropfen in der Bilanz erscheint bei der Integration in vollqualifizierende berufliche Ausbildung. Dort gibt es eine rückläufige Entwicklung, es konnten weniger Jugendliche in Ausbildung vermittelt werden als in den Vorjahren. Gründe hierfür sind unter anderem die fehlende Ausbildungsreife der Jugendlichen und der Wunsch der Jugendlichen, in weiterführende Schulen zu gehen. „Die duale Ausbildung hat an Ansehen und Interesse bei den Jugendlichen leider verloren“, so Robert Hoffmann. Das KJC hat bereits reagiert und eine Projektstelle „Ausbildungscoach“ installiert, um die Vermittlung in Ausbildung noch zu intensivieren.  

Positiv bleibt aber auch bei dieser Zielgruppe festzuhalten, dass das KJC 2016 mehr Jugendliche als in den Jahren zuvor in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt hat.