23.03.2011

Ab 1. April gibt es Leistungen aus dem Bildungspaket

Das Jobcenter Kreis Groß-Gerau informiert

KREIS GROSS-GERAU – Gute Nachrichten für bedürftige Kinder: Das Jobcenter für den Kreis Groß- Gerau kann voraussichtlich ab dem 1. April die sogenannten „Leistungen für Bildung und Teilhabe“ gewähren. Entsprechende Anträge nehmen die Servicebüros in Rüsselsheim, Groß-Gerau, Mörfelden-Walldorf und Biebesheim ab sofort entgegen. An den dortigen Kundentheken liegen die entsprechenden Formulare sowie ausführliche Informationsmaterialien bereit.

Zu den Leistungen gehören:

  • ein Zuschuss zum gemeinsamen Mittagessen in Schule und Kindertagesstätte, soweit diese ein ent- sprechendes Angebot vorhalten;
  • die Inanspruchnahme von Lernförderung, wenn nur dadurch das Lernziel erreicht werden kann, die Schule diesen Bedarf bestätigt und selbst keine vergleichbaren Angebote macht;
  • die Übernahme des Beitrags zum Beispiel für Sportverein oder Musikschule bis zur Höhe von zehn Euro monatlich;
  • die Erstattung der Kosten auch für eintägige Schul- bzw. Kita-Ausflüge sowie die Zahlung eines Zu- schusses zu den Lernmaterialien in Höhe von 100 Euro pro Schuljahr;
  • die Erstattung der Schülerbeförderungskosten, soweit diese nicht anderweitig abgedeckt sind.

Eine rückwirkende Erstattung von Kosten, die ab dem 1. Januar 2011 entstanden sind, ist möglich, wenn bei der Beantragung hierzu entsprechende Nachweise vorgelegt werden. Die Gewährung der „Leistungen für Bildung und Teilhabe“ erfolgt abhängig von den jeweiligen Einkommens- und Vermögensverhältnissen.

Deshalb ist es möglich, dass einzelne Leistungen nicht oder nur zum Teil gewährt werden können.

Kinder unter 15 Jahren, die Leistungen nach dem SGB XII beziehen, müssen ihren Antrag auf Leistungen für Bildung und Teilhabe direkt beim Kreis Groß-Gerau stellen: Fachbereich Soziale Sicherung und Chancengleichheit, Fachdienst Allgemeine Soziale Hilfen, Servicestelle, Zimmer 315, Wilhelm-Seipp- Straße 4, 64521 Groß-Gerau. Auch Kinder, deren Eltern Wohngeld oder Zuschläge der Familienkasse beziehen, sind prinzipiell anspruchsberechtigt. Hierzu liegen zur Zeit allerdings noch keine Verfahrensvorschriften des zuständigen Landes Hessen vor.