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Kompetenzen entwickeln – Perspektiven eröffnen

Kompetenzen entwickeln – Perspektiven eröffnen

Seit 01.03.2016 beteiligt sich das Kommunale Jobcenter Kreis Groß-Gerau (AöR) an dem vom Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) aufgesetzten Förderprogramm „Kompetenzen entwickeln – Perspektiven eröffnen“ (KoPe). Das Förder-instrument des Landes Hessen wurde installiert, um für die Ziel-gruppe der Langzeitleistungs-beziehenden, die mindestens 21 von 24 Monaten Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) erhalten haben, neuartige Ansätze  zur Integration auf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt auf den Weg zu bringen und zu erproben.

 

In der Ausschreibung des Förderprogramms wurden vom HMSI insbesondere die Aspekte der Einbindung von Unternehmen und Akteuren des regionalen Arbeitsmarkts, wie auch der Auftrag zur Mobilisierung der Talentreserve in der Zielgruppe der erwerbsfähigen Langzeitleistungsbeziehenden betont. Durch Aktivierung dieser Personengruppe soll unter anderem dem Fachkräftebedarf im Land Rechnung getragen werden. Flankiert werden diese Ziele durch eine intensive Beratung und / oder ein Coaching vor und während der Aufnahme einer Ausbildung oder sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Verknüpft wird dies bei Bedarf mit einer Qualifizierung auch nach Einmündung in eine Tätigkeit, so dass ein dem Arbeitsplatz entsprechendes „Training on the job“ stattfinden kann. 

 

Dies hat den Vorteil, dass insbesondere Weiterbildungen individuell und passgenau zur entsprechenden Beschäftigung geplant und umgesetzt werden können.

 

Ein weiterer Fokus liegt auf  Menschen, die Erziehungsverantwortung tragen. Durch das Programm sollen individuelle Lösungen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie identifiziert und gefördert werden.

 

Das Kommunale Jobcenter Kreis Groß-Gerau (AöR) hat als Zielgruppe für das Projekt Langzeitleistungsbeziehende im Alter zwischen 23 und 34 Jahren ausgewählt. Hier wird insbesondere bei Teilnehmenden,  die Unterstützung im Ausbau bereits vorhandener Deutschkenntnisse benötigen, großer Wert auf eine Förderung der Sprachkompetenz gelegt. Ein weiterer Schwerpunkt der Beratung ist das Thema Qualifizierung und Unterstützung bei der Aufnahme von berufsbezogenen Weiterbildungen bis hin zu anerkannten Schul- und Berufsabschlüssen. Daneben werden auch Teilnehmende begleitet, die bereits Abschlüsse im Ausland erworben haben und noch ein Praktikum absolvieren müssen oder eine Teilqualifikation für die Anerkennung des Abschlusses in Deutschland benötigen. 

 

Zwei interne Integrationscoaches begleiten die Teilnehmenden seit Beginn des Projekts erfolgreich und kleinschrittig bei dem Ziel der nachhaltigen Integration in das Erwerbsleben. Die Einmündung in das Projekt ist dabei freiwillig und erfordert sowohl von den Teilnehmenden als auch von den Integrationscoaches ein hohes Maß an Motivation, Flexibilität und Bereitschaft, individuelle Lösungsansätze zu finden.

 

Durch die intensive Zusammenarbeit konnten bereits 77 Personen in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung / Ausbildung und als Zwischenschritt 22 weitere Teilnehmende in Minijobs integriert werden. Möglich wird dies durch eine engmaschige Abstimmung mit den hauseigenen Fachstellen wie dem Arbeitgeberservice und beispielsweise der Fachstelle für Geflüchtete und Arbeit oder der Fachstelle Erziehende.

 

Interessierte Arbeitgeber können sich mit der Teamleitung des Arbeitgeberservice in Verbindung setzen. Telefon:  06142-17766-133, E-Mail: ags@jc-gg.de.

 

Bei Fragen zur Teilnahme am Programm oder den Inhalten steht Ihnen die Projektleitung Frau Reimund unter der Rufnummer 06152-9854-327 zur Verfügung.