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Geldleistungen

Arbeitslosengeld II

Ihr notwendiger Lebensunterhalt wird in Regelsätzen gewährt. Hiervon ausgenommen sind die Kosten der Unterkunft. Die Regelleistungen enthalten pauschal die Kosten für Ernährung, Körperpflege, Warmwasseraufbereitung, Hausrat, Bekleidung, Haushaltsstrom und Bedürfnisse des täglichen Lebens.

Auf Regelleistungen in voller Höhe, haben volljährige Alleinstehende, Alleinerziehende sowie Antragsteller, deren Partner minderjährig ist, Anspruch. Volljährige Kinder, die das 25. Lebensjahr vollendet haben, müssen einen eigenen Antrag stellen. 18 bis 25-jährige Kinder werden mit ihren im Haushalt lebenden Eltern gemeinsam als Bedarfsgemeinschaft berechnet.

Die Höhe der Regelleistungen wird jeweils zum 01. Juli eines Jahres um den Vomhundersatz angepasst, um den sich der aktuelle Rentenwert in der gesetzlichen Rentenversicherung verändert.

Übersicht der Regelleistungen (ALG II / Sozialgeld) ab 01.01.2017
Personenkreis Rechtsgrundlage Regelleistung
Alleinstehende, Alleinerziehende oder volljährige Personen, deren Partner minderjährig sind § 20 Abs. 2 Satz 1 SGB II 409 €
für volljährige Partner § 20 Abs. 4 SGB II je 368 €
Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren § 20 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 SGB II 327 €
Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren § 20 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 SGB II 311 €
Kinder zwischen 6 und 13 Jahren § 23 Nr. 1 SGB II 291 €
Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres § 23 Nr. 1 SGB II 237 €

Hier finden Sie die Übersicht zu Regelbedarfe und Mehrbedarfe für das Jahr 2016.

Sozialgeld

Nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige, die mit mindestens einem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einer Bedarfsgemeinschaft leben, erhalten als Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts das Sozialgeld. Dies trifft zu, soweit sie keinen Anspruch auf Leistungen nach dem Gesetz über eine bedarfsorientierte Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung haben. Anspruchsberechtigt sind auch Bezieher von Renten wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung auf Zeit.

Angehörige einer Bedarfsgemeinschaft, die

  • Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Dauer oder
  • Rente wegen Alters beziehen
  • das 65. Lebensjahr vollendet haben

haben keinen Anspruch auf Sozialgeld.

Mehrbedarfe

Mehrbedarfe sind zusätzliche Aufwendungen, die nicht durch die Regelleistung abgedeckt sind. Sie müssen nicht gesondert beantragt werden, auch dann nicht, wenn ihre Voraussetzungen erst während des laufenden Leistungsbezugs eintreten.

Die Summe der insgesamt zu zahlenden Mehrbedarfe ist auf die Höhe der jeweils zustehenden Regelleistung begrenzt. Mehrbedarfe erhalten auch Empfänger von Sozialgeld (nichterwerbsfähige Angehörige).

Anspruch auf den Mehrbedarf haben alle Hilfebedürftigen, die die Anspruchsvoraussetzungen des § 21 SGB II erfüllen.
Dies sind:

  • werdende Mütter nach der 12. Schwangerschaftswoche
  • Alleinerziehende, abhängig von der Anzahl dem Alter der Kinder,
  • Menschen mit Behinderun, sofern sie Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach dem Sozialgesetzbuch, 9. Buch (SGB IX) beziehen
  • Personen, die aufgrund von Krankheit auf eine kostenintensivere Ernährung angewiesen sind (ist durch ärztliches Bescheinigung nachzuweisen)
  • Mehrbedarf Warmwasser: soweit Warmwasser durch in der Kosten der Unterkunft installierte Vorrichtungn erzeugt wird (dezentrale Warmwassererzeugung)

Abweichende Erbringung von Leistungen

Über die Regelleistungen hinaus können Sie auf Antrag, einmalige Leistungen als Darlehen in Geld- und Sachleistunge erhalten für

  • die Erstausstattung der Wohnung einschließlich Haushaltsgeräte (nur bei erstmaliger Gründung eines eigenen Hausstandes)
  • die Erstausstattung für Bekleidung und Erstausstattung bei Schwangerschaft und Geburt
  • Anschaffung und Repararturen von orthopädischen Schuhen, Repararturen von therapeutischen Geräten und Ausrüstungen sowie die Miete von therapeutischen Geräten

Bedarfe für Bildung- und Teilhabe

Das Bildungs- und Teilhabepaket umfasst Leistungen zur Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die neben dem monatlichen Regelbedarf sowie beim Bezug von Kinderzuschlag und/oder Wohngeld gesondert berücksichtigt werden.

Leistungen können im Einzelnen gewährt werden für

  • Schulausflüge und mehrtägige Klassenfahrtenim Rahmen der schulrechtlichen Bestimmungen; die Leistung wird auch gewährt für Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchen (Kinderkrippe, Kindergarten, Hort)
  • für den persönlichen Schulbedarf (70 Euro zum 1. August und 30 Euro zum 1. Februar jeden Jahres). Eine zusätzlicher Antrag ist nur beim Bezug von Kinderzuschlag und/oder Wohngeld erforderlich
  • Aufwendungen für die Schülerbeförderung zur nächst-gelegenen Schule des gewählten Bildungsganges, soweit sie nicht von Dritten übernommen werden
  • für eine ergänzende angemessene Lernförderung, soweit sie zusätzlich erforderlich ist, um die festgelegten wesentlichen Lernziele zu erreichen
  • Mehraufwendungen bei Teilnahme an einer gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung (nach Berücksichtigung eines Eigenanteils von 1 Euro je Essen)
  • die Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres in Höhe von insgesamt 10 Euro monatlich; dazu gehören z. B. Mitgliedsbeiträge für Vereine und Beiträge für den Unterricht in Musikschulen

Weitere Informationen und Vordrucke zum Thema Bildung und Teilhabe erhalten Sie auch unter www.kreis-gross-gerau.de.